Andreas Iloff

Andreas Iloff ist Kreisvorsitzender des AfD-Kreisverbandes Diepholz. Als er im November 2016 auf diesen Posten gewählt wird, kann er bereits auf eine über 20jährige Karriere im rechten Lager zurückblicken. Schon am 18. Mai 1996 lädt Iloff als Gemeinschaftssprecher des „Freundeskreises Deutschland“ zu Veranstaltungen ein: Treffpunkte im Mai und Juni, eine „Midsommernachtsfeier“ zur Sommersonnenwende und  eine „Thingveranstaltung“ im Juli. In Colnrade, Iloffs damaligem Wohnort, findet dann im September 1996 die offizielle Vereinsgründung des „Freundeskreises Deutschland“ statt. Bald darauf erwirbt der Verein, dessen ersten Vorsitz Andreas Iloff innehat, einen Hof in der Gemeinde Kirchdorf/ Landkreis Diepholz, den „Auehof“, welcher zu einem Treff- und Mittelpunkt des Vereinslebens ausgebaut werden soll. Zu diesem Zweck wird ein zweiter Verein gegründet: das „Gemeinschaftswerk Auehof“, diesmal ohne Beteiligung von Andreas Iloff. Andreas Iloff, der sich in der Folgezeit „Adrich Iloff“ nennt, ist Nutznießer und bis heute Bewohner dieses Hofes. Beide Vereine geraten auf Grund ihrer Arbeit schnell ins Visier des Verfassungsschutzes. So heißt es unter Anderem im VS-Bericht aus dem Jahr 2000: „Von der Konzeption her sind der Freundeskreis Deutschland und das Gemeinschaftswerk Auehof darauf ausgerichtet, rechtsextremistisches Gedankengut, scheinbar unverdächtig, nicht im politischen, sondern im kulturellen Bereich zu verbreiten.“ Und an einer anderen Stelle: „Dies erklärt die Kontakte der beiden auf dem Auehof tätigen Organisationen über Funktionäre, Mitglieder und Förderer zur NPD, zur DVU (Deutsche Volksunion), zu den REP (Die Republikaner) und anderen rechtsextremistischen Zusammenschlüssen.“ Diese Kontakte werden auch auf den Veranstaltungen geknüpft, die auf dem Auehof regelmäßig stattfinden, darunter Vereinstreffen, Arbeitseinsätze und Sonnenwendfeiern. Gerade diese Sonnenwendfeiern werden mehr und mehr auch von Angehörigen der im VS-Bericht genannten Parteien und Gruppen besucht. So ist auf der Wintersonnenwendfeier 2013 unter Anderem mindestens ein Mitglied der Jungen Nationaldemokraten (JN) zu Gast, das vorher der 2009 verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) angehörte. 2014, zu einer Zeit, als er bereits AfD-Parteimitglied ist,  taucht „Adrich“ Iloff wieder als Gemeinschaftssprecher auf, dieses Mal allerdings beim „Deutschen Bund“, einer Art „rechter Sekte“, die erklärt, dass das Deutsche Reich nie aufgehört habe zu existieren. In der Einladung zur Wintersonnenwende 2014 des „Deutschen Bundes“ beschwört Iloff ein Dreieck des Volkstodes herauf: – Zu wenige deutsche Geburten – Zukunftsverweigerung! Verblödung des Deutschen Volkes – Gegenauslese! – Zu große außerkontinentale Einwanderung – Austausch der hier ureinwohnenden Menschen! 
Im November des gleichen Jahres ist Iloff auf der HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) Kundgebung in Hannover zu finden. Ein Foto zeigt ihn im Gespräch mit Peter Hallmann, einem langjährigen Mitglied der rechtsextremen Kameradschaft „Westfalen Nord“ und späteren Stützpunktgründer des Stützpunktes Hermannsland der Partei „Der 3.Weg“, und Christian Fischer, der als Multifunktionär Stützpunktleiter in der HDJ, Bundestagskandidat der NPD und Landesvorsitzender der JN Niedersachsen tätig ist. Dass Iloff auch mit Thorsten Heise, Ex-Kameradschaftsführer, NPD-Bundesvorstandsmitglied und Veranstalter von Rechtsrockkonzerten, bekannt ist und auf dessen Anwesen 2013 an einer Tagung der „Europäischen Aktion“ teilnimmt, überrascht dann nicht.
Im März 2018 organisiert Iloff gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden der „Jungen Alternative“, Lars Steinke, der inzwischen aus der AfD ausgeschlossen wurde, eine Mahnwache in Weyhe im Landkreis Diepholz. Dort war 2013 ein junger Mann, der als Streitschlichter auftreten wollte, zu Tode gekommen. Von rechter Seite gibt es über mehrere Jahre immer wieder Versuche, dieses Ereignis zu instrumentalisieren, woran die NPD, die „Identitäre Bewegung“, die Partei „Die Rechte“ und andere rechte Gruppierungen beteiligt sind. Gerade als Weyhe nach einem Jahr ohne rechte Aktivitäten aufatmen will, nimmt Iloff den Faden wieder auf und plant dort erneut eine Aktion – dieses Mal für die AfD.
Im „Pegasus Germanus“ (siehe einzelner Text)spielt Iloff eine herausragende Rolle als Organisator und Schirmherr der Veranstaltungen. In seiner Rede beim Oktoberfest 2019 in Wolfsburg, das wie schon im Vorjahr von einer Gruppe Pegasus-Mitstreiter*innen organisiert wird und deshalb auch dieser Gruppierung zugerechnet werden darf, äußert er sich eindeutig: „Wir sehen im Grundgesetz ein Bekenntnis zum deutschen Volk und nicht den Auftrag, unser Land und unsere Leute in einer linken multikulturellen Phantasie verschwinden zu lassen. Den Menschen, die immer schon hier gewesen sind,  gilt unser Streben. Und deshalb erklären wir der multikulturellen Gesellschaft eine klare Absage.“
Obwohl sich Pegasus offensichtlich aufgelöst hat, endet Iloffs Engagement für den Flügel damit nicht. Er besucht weiterhin Veranstaltungen und Treffen, die dem Flügel zugerechnet werden können, auch wenn diese jetzt häufiger in Südniedersachsen stattfinden. Um aus der AfD auch im Westen eine Volkspartei zu machen, die 20 bis 20% der Wählerstimmen einfahren kann, plant Iloff beim nächsten Landesparteitag für den Landesvorstand zu kandidieren, um sich dann als Beisitzer um die Kreisverbände zu kümmern.