Ulrich Kochan

Einer der ersten niedersächsischen Unterzeichner des „Stuttgarter Aufruf“, mit dem AfDler*innen aus Baden-Württemberg um Christina Baum für eine Meinungsfreiheit innerhalb der Partei und damit auch für die Positionen des Flügels und gegen die Distanzierung von Teilen des Bundesvorstands gegen diesen eintreten, ist Ulrich Kochan aus Zorge/Walkenried im Harz. Bei den Unterzeichnenden findet er sich in der Gesellschaft anderer niedersächsischer Flügelanhänger*innen wie Andreas Iloff, Rabea Shahini und Alexandra Kriesinger (früher Mitglied in der Partei „Die Freiheit“) wieder. Auch bei den Unterstützer*innen der „Niedersachsenerklärung“, die Jens Kestner und Stephan Bothe anlässlich des Parteiausschlusses von Andreas Kalbitz initiierten, ist Kochan ganz vorne zu finden. Das ist nicht verwunderlich, da Kochan doch regelmäßiger Besucher der Flügeltreffen in seiner alten Heimat, der Region Hannover, ist. Kochan beteiligte sich aktiv nach seinem Umzug 2017 in seinem neuen Kreisverband Göttingen. In einem Antrag an die Kreismitgliederversammlung des AfD-Kreisverbands Göttingen im März 2019 beklagte Kochan: „Es gibt bis auf wenige Ausnahmen, im KV Göttingen keine Öffentlichkeitsarbeit geschweige denn eine organisierte Aktion zur Gewinnung neuer Mitglieder. Es lässt sich leider feststellen, das der Kreisverband Göttingen nicht Kampagnefähig ist.“ (Fehler im Original). Um diesem Zustand entgegen zu wirken, hat Kochan Mitstreiter*innen gesucht und in Walkenried Stammtische und Vorträge organisiert. Um diese Initiativarbeit weiter voranzutreiben, schlug Kochan vor einen weiteren Beisitzer in den Kreisvorstand zu wählen und bot sich selbst für diesen Posten an. Zu dieser Wahl kam es aber anscheinend nicht und Kochan tendierte in der Folge mehr zum Kreisverband Northeim und zu Jens Kestner. Für dessen Video „Gesicht zeigen für unser Grundgesetz“ zeigte sich Kochan ausgerechnet an der Seite von Philipp Göthel. Göthel, der als parteiloser Kandidat für die AfD einen Sitz im Göttinger 
Kreistag errang, hat eine „Karriere“ als rechter Hooligan und Mitglied der Kameradschaft „Aktionsgruppe Nordhausen“ aufzuweisen. Als dieses bekannt wurde, distanzierte sich die AfD-Fraktion im Kreistag zwar von Göthel, für Kochan ist dies aber anscheinend kein Grund nicht mit Göthel zusammen für die AfD und das Grundgesetz zu werben. Auch Jens Kestner scheint sich an diesem Auftritt nicht zu stören.